Beiträge, Statements, Hintergründe und weiterführende Links

30.10.2019. Interview der Universität Oldenburg mit Marcel Schütz zum Reformationstag. Anders als die katholische Kirche ist die evangelische für ihre stark dezentrale und lokale Struktur bekannt. Doch wie wird die Kirche in Zeiten von Kirchenkritik gesteuert? Darüber sprach Constanze Böttcher (Universität Oldenburg, Presse & Kommunikation) mit Marcel Schütz.
 
21.10.2019. Interview mit Marcel Schütz über Terror. Der rechtsradikale Anschlag auf eine Synagoge hat Erschütterung und Diskussion ausgelöst: über Ursachen, Verantwortung und Folgen des Terrors. Im Gespräch mit der Northern Business School Hamburg (NBS) erläutert Research Fellow Marcel Schütz Funktion und Wirkung von Terrorereignissen einmal aus grundsätzlicher gesellschaftstheoretischer Perspektive. 
 
17.10.2019. Beitrag zum Terrorismus in Halle von Marcel Schütz in der NZZ. In einem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung diskutiert Marcel Schütz terrortheoretische Arbeiten im Anschluss an den Soziologen Peter Fuchs. Dabei geht es um eine gesellschaftstheoretische bzw. systemtheoretische Analyse terroristischer Akte. Alternative Version: Beitrag als Zeitungs-PDF.
 
11.10.2019. Marcel Schütz verantwortet neues Modul/Programm für MBA-Studien und Weiterbildung an der Universität Oldenburg. Zum Sommersemester 2020 wird am Center für lebenslanges Lernen (C3L), einer Einrichtung für weiterbildende und Fernstudien an der Universität Oldenburg, das Modul "Compliance-Management" angeboten. Dieses richtet sich sowohl an die Studierenden diverser weiterbildender betriebswirtschaftlicher Studiengänge der Universität als auch an externe Interessenten, die im Rahmen eines Zertifikats das Modul zur Weiterbildung belegen können. Über Zugangsvoraussetzungen, Durchführung, Termine etc. informiert die Center für lebenslanges Lernen auf seiner Webseite. Bereits am 14.01.2020 wird zum "Lunch & Learn" eingeladen: einem Webinar, in dem Marcel Schütz und Richard Beckmann, die künftigen Modullehrenden, in das neue Programm einführen. 
 
12.09.2019. Neue Mitgliedschaften/Affiliationen. Marcel Schütz ist Mitglied des Centers für lebenslanges Lernen (C3L) an der Universität Oldenburg sowie Mitglied des Instituts für Human Resource Management und Organisationspsychologie (IHRO) an der Northern Business School Hamburg geworden. 
 
31.08.2019. Gastbeitrag von Marcel Schütz in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Hinsichtlich der medizinischen Wirkung von winzigen weißen Zuckerkügelchen, Globuli genannt, scheiden sich die Geister bis zum bitteren Streit. Die Debatte über den Nutzen und den Nachteil von Homöopathie für das Leben kocht regelmäßig hoch. Mit immer denselben bekannten Argumenten. Marcel Schütz stellt in einem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung (PDF) neuere, soziologische Aspekte zum Thema der Homöopathie heraus. Web-Fassung hier
 
05.08.2019. Was leisten Organisationen für die Gesellschaft, welche Rolle spielen Mitgliedschaften? Was unterscheidet einen Arbeitsvertrag von einer Liebesbeziehung? In der Sendung "Teilnehmer, bitte sprechen", die als Podcast im Internet zu hören ist, sprach Moderator Frank Staudinger mit Marcel Schütz. Die Northern Business School Hamburg, an der Marcel Schütz Personalwirtschaft und Projektmanagement lehrt, stellt ausgewählte Auszüge/O-Töne zum Download bereit. 
 
02.08.2019. Wie reagiert die Gesellschaft auf Brutalität und Verbrechen? Der Mord an einem kleinen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof hat für Entsetzen und Wut gesorgt. Ein rauer Ton geht durch die sozialen Medien. Der Soziologe Marcel Schütz analysiert in der Berliner Zeitung "der Freitag" die Reaktionen und stellt Gründe dahingehend vor, weshalb ein solches Verbrechen noch keine Rückschlüsse auf die Gesellschaft insgesamt zulässt.
 
15.07.2019. Die Homöopathie ist derzeit Gegenstand intensiven Streits. Wie sollen Gesundheitspolitik und Krankenkassen mit einem Angebot umgehen, für das  ein pharmakologisch-evidenzmedizinischer Wirkungsnachweis nicht erbracht werden kann? – Ein kurzer soziologischer Einwurf von Marcel Schütz in seiner Kolumne "Gastwirtschaft" bei der "Frankfurter Rundschau". Eine Forschung zum Thema ist im Gange. (Text als PDF)
 
12.07.2019. Zwischen Kirche, Hochbahn und Non-Profit – Northern Business School Hamburg (NBS) berichtet über eine Besuchs- und Vortragsreihe von Marcel Schütz in diversen Organisationen. Thema: informale Organisation/Organisationskultur. Zur Meldung hier.
 
05.07.2019. Juristisch-soziologisches Gespräch: "Von der List der Vernunft" – Wie weit reicht die freiheitliche demokratische Grundordnung; und wie viel Toleranz soll es mit politischen Extremen geben? Auf dem Wissenschaftsblog "Sozialtheoristen" ist zu diesen und anderen Fragen ein ausführliches Gespräch zwischen Marcel Schütz und dem renommierten Kasseler Verfassungsrechtler Horst Meier (Preisträger des Deutschen Anwaltsvereins und der Neuen Juristischen Wochenschrift) erschienen. 
 
27.06.2019. Das Center für lebenslanges Lernen (C3L) an der Universität Oldenburg bestellt Marcel Schütz zum Wintersemester 2019/2020 als stellvertretendes Mitglied (Gruppe der wiss. Mitarbeitenden) für den Zugangsausschuss im weiterbildenden, berufsbegleitenden Masterstudiengang Bildungs- und Wissenschaftsmanagement (MBA).
 
19.06.2019. Interview mit der Hamburger Hochbahn AG. Im Anschluss an einen Artikel auf Sozialtheoristen hat die Hamburger Hochbahn AG ein Interview mit Marcel Schütz geführt. Ein Auszug aus der aktuellen Ausgabe des Mitarbeitermagazins "Mensch, Hochbahn"  ist hier abzurufen. 
 
18.06.2019. Vertrauensfrage und Neuwahlen? Zur Diskussion um vorgezogene Bundestagswahlen und über die bisherigen, historischen Szenarien gibt es von Marcel Schütz zwei Analysen auf den Sozialtheoristen und auf der Freitag. Im ersten Beitrag geht es um einen Vergleich der Ausgangsbedingungen, im zweiten um eine (wenig bekannte) Variation der sog. Vertrauensfrage, zu der es am Ende der Kanzlerschaft Ludwig Erhards (1966) kam.
 
14.05.2019. Vortrag an der Universität Bonn: Auf Einladung des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft hält Marcel Schütz am 7. Juni 2019 einen Gastvortrag an der Universität Bonn. Im Rahmen des "Diversity Forum", das der Stifterverband in diesem Jahr zum vierten Mal veranstaltet, soll das Verhältnis von Exzellenz und Diversität in der Wissenschaft näher ergründet werden. Marcel Schütz wird eine (organisations-)soziologische Perspektive einbringen. Professorin Dr. Carmen Leicht-Scholten (RWTH Aaachen, Bauingenieurwesen) wird einen Vortrag zum Thema des "Diversity Mainstreaming" halten. 

06.05.019. Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung: In ihrem Artikel "Jenseits der Regeln" gehen Marcel Schütz und der Bonner Rechtsökonom Richard Beckmann auf Probleme und Grauzonen der Compliance-Kontrolle ein. Beide haben vor wenigen Monaten mit ihrem Buch "Compliance-Kontrolle in Organisationen" eine rechts- und organisationstheoretische Analyse vorgelegt. 
 
03.05.2019. Bericht der Northern Business School Hamburg über Forschung von Marcel Schütz zum Thema Unfälle und Katastrophen in Organisationen.
 
02.05.2019. Aktuelle Beiträge von Marcel Schütz zum Thema Unfall und Fehler in Organisationen: Auf der Wissenschaftsseite "Sozialtheoristen" ist ein Essay zur Beobachtung von Unfällen erschienen (nimmt Bezug u.a. aktuell auf Notre-Dame); in der Frankfurter Rundschau geht es um Expertenfehler, wie sie z.B. bei Ärzten und Piloten untersucht wurden. Im Rahmen eines geförderten Forschungsprojektes befasst sich Marcel Schütz derzeit mit dem Zugunglück von Eschede (1998), bei dem eine fehlerhafte Radtechnologie zur Entgleisung eines ICE führte. 
23.04.2019. Aufsatz der Oldenburger Forscher Pia Lehmkuhl, Heinke Röbken und Marcel Schütz erschienen. Der Beitrag zum Thema Zusammenarbeit von Personalräten und Dienststellen betrachtet anhand einer qualitativen Studie mögliche Nähe- und Distanzverhältnisse beider Mitbestimmungsparteien und deren Folgen für das gemeinsame Wirken. Die Arbeit ist in der aktuellen Ausgabe des Magazins Verwaltung & Management erschienen. Vorschau/Abstract hier.
17.04.2019. Die Nordwest-Zeitung berichtet über das Schulreform-Paper von Heinke Röbken, Marcel Schütz und Pia Lehmkuhl (hier). Der Orginaltext "From reform to reform: How school reforms are motivated and interrupted – the case of 'school inspections' in Germany" ist im Journal of Educational Administration and History erschienen. 
12.04.2019. Auf Einladung der "Akademie Management und Politik" der Friedrich-Ebert-Stiftung wird Marcel Schütz am 24. Juni 2019 einen Vortrag / Workshop (insbesondere) zum systemtheoretischen Begriff der Organisationskultur halten. Dabei wird es auch um die Möglichkeiten praktischer Intervention durch Führungskräfte gehen. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung hier: PDF
 
09.04.2019. Marcel Schütz heute im Deutschlandfunk Kultur zu Algorithmen im Recruiting zu hören. Marcel Schütz äußert sich zum Einsatz von Algorithmen in der Personalauswahl. Erste Unternehmen setzen bereits Roboter dazu ein, anhand von Stimmmelodie und Wortverwendung bei Bewerberinnen und Bewerbern positive oder negative Auswahlentscheide herbeizuführen. Schütz, der ehemals selbst als Personalmanager im Recruiting und in der Personalentwicklung tätig war, macht im Deutschlandfunk Kultur auf kritische Aspekte dieser neuen Technologie aufmerkam. (online)
-- Pressemeldung der Northern Business School Hamburg (NBS) hier
-- Pressemeldung beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) hier 
-- Reaktion "Allianz Sicherheit in der Wirtschaft" Norddeutschland hier 
01.04.2019. Universität Oldenburg berichtet über Journal-Paper von u.a. Marcel Schütz. (online)
26.03.2019. Über die Podiumsdiskussion von Marcel Schütz gemeinsam mit u.a. Annegret Kramp-Karrenbauer, Kevin Kühnert und Barbara Hendricks am vergangenen Freitag berichtet die Northern Business School.
-- Vollständige Pressemeldung hier
-- Dateiversion der Pressemeldung (PDF)
21.-22.03.2019. Mannheim Forum. Marcel Schütz diskutiert auf dem Mannheim Forum (Universität Mannheim) gemeinsam mit der Bundesvorsitzenden der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, dem Bundesvorsitzenden der Jusos in der SPD, Kevin Kühnert, der Bundesministerin a.D., Barbara Hendricks und dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Christian Scholz in einer Podiendiskussion zum Thema Gesellschaft. Es moderiert Dirk Emig (Hessischer Rundfunk). Weiter Informationen hier
 
19.03.2019. Northern Business School (NBS) bestellt Marcel Schütz als Research Fellow. "Zum Sommersemester 2019 konnte die NBS Northern Business School – University of Applied Sciences Marcel Schütz als neuen Research Fellow für den Studiengang Betriebswirtschaft gewinnen. An der privaten Hochschule mit Sitz in Hamburg ist Schütz schon seit einigen Semestern als Lehrbeauftragter tätig. In seiner neuen Rolle wird er sich unter anderem mit den Themen "Management-/Organisationsforschung" und "Entscheidungstheorie" auseinandersetzen."
-- Vollständige Pressemeldung hier
-- Dateiversion der Pressemeldung (PDF)

08.03.2019. The article "From reform to reform: how school reforms are motivated and interrupted – the case of 'school inspections' in Germany" has been published (Journal of Educational Administration and History). (online)

 

21.02.2019. Sozialstaat als Chance. Gastwirtschaft von Marcel Schütz zum Konzept "Sozialstaat 2025" in der Frankfurter Rundschau vom 20.02.2019. (PDF)

 

18.01.2019. Einladung zum "Mannheim Forum" an der Universität Mannheim. Marcel Schütz wird am 22. März 2019 im Rahmen des diesjährigen "Mannheim Forum" an einer Podiendiskussion mit der Bundesvorsitzenden der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, der ehemaligen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), dem Bundesvorsitzenden der Jusos in der SPD, Kevin Kühnert, und dem Wirtschaftswissenschaftler Christian Scholz teilnehmen. Nähere Informationen über die Seite des Mannheim Forum hier.
 

16.01.2019. Lehre an der Universität Bielefeld im Sommersemester 2019 publiziert: Die Kurse von Marcel Schütz im Sommersemester 2019 an der Soziologischen Fakultät sind online hier abzurufen. Ausführliche Beschreibungen zu den Seminaren dort und auf dieser Seite unter marcel-schuetz.net/aktuell. Das Seminar "Unfälle und Katastrophen in und durch Organisationen – Sozialwissenschaftliche Studien: Von der Brücke am Tay bis Eschede" wird im Sommersemester 2019 aus Wintersemester 2018/2019 nun als Master-Kurs wieder angeboten. Es begleitet u.a. laufende Forschung von Marcel Schütz, die dieser derzeit zum ICE-Unfall am 3. Juni 1998 im niedersächsischen Eschede durchführt. 

 

08.01.2019. Abergläubisches Lernen: Nicht alles, was unwahr ist, ist deshalb gefälscht oder "fake news". Oft unbedacht bleibt das (verbreitete) "superstitious learning", das auf Studien von Barbara Levitt und James March zurückgeht. Kurze Erinnerung daran in meiner "Gastwirtschaft" der Frankfurter Rundschau. (online)

 

14.12.2018. Marcel Schütz sprach auf Einladung der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover anlässlich des dortigen Tags der Lehre am 5.12.2018. Bericht der Naturwissenschaftlichen Fakultät hier. Weitere Infos/Programm hier

 

13.12.2018. Organisations- und rechtssoziologische Arbeit zur Compliance-Kontrolle: Gerade erschienen ist der Band "Compliance-Kontrolle in Organisationen" von Marcel Schütz (Oldenburg), Richard Beckmann (Bonn) und Heinke Röbken (Oldenburg). Mit einem Geleitwort der Bielefelder Rechtsprofessorin Anne Sanders. Weitere Informationen direkt beim Verlag Springer Gabler hier. Dokumentation der Aktivitäten der "Arbeitsgruppe Compliance" hier

16.11.2018. Interview in der Zeitschrift "Unternehmensjurist" mit Marcel Schütz zur Veränderung von Organisationen bzw. in Rechtsabteilungen. Das vollständige Gespräch gibt es hier

 

30.10.2018. Zum Reformationstag am 31.10.2018 Radiobeitrag von Marcel Schütz auf Deutschlandfunk Kultur: Die Kirche als Gemeinde. Text und Audio ab 31.10. verfügbar. (online

 

12.10.2018. Gastbeitrag von Marcel Schütz und Lukas Daubner zur akademischen Lehre in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). (PDF) (online)

11.10.2018. Replik auf Jan-Martin Wiarda: In ihrem Beitrag "In der Kommunikationsfalle" im ZEIT CHANCEN Brief widersprechen Lukas Daubner und Marcel Schütz der Darstellung, in der Außenkommunikation der Wissenschaft bestehe ein Defizit. 

- Gastkommentar von Wiarda hier​ 

- Gastkommentar von Daubner/Schütz hier

 

26.09.2018. Abschluss der Studie "Visitation 2017" in der evangelischen Kirche. Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Universität Oldenburg wurde die Visitation als Steuerungs- und Leitungsinstrument in der evangelischen Kirche untersucht. Dazu entstand das Verbundprojekt "Visitation 2017" (2016-2018) in Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Evangelische Landeskirche in Baden (EKiBa), Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und der Lippischen Landeskirche sowie über eine ergänzende Rahmenförderung mit dem Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach Berichterstattung an die Landeskirchen erfolgen ab 2019 Publikationen. Weitere Informationen: marcel.schuetz@uni-oldenburg.de

20.09.2018. Marcel Schütz wird auf Einladung der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover auf dem Tag "Tag der Lehre" am 05. Dezember 2018 sprechen. Nähere Informationen hier

 

02.08.2018. Von der Brücke am Tay bis Eschede – Unfälle und Katastrophen in und durch Organisationen: Im Wintersemester wird von Marcel Schütz ein unfall- und katastrophenanalytisches Seminar an der Universität Bielefeld angeboten. Flugzeugabstürze, Schiffsuntergänge, Zugentgleisungen, Gebäudeeinstürze, Brandfälle, Verwaltungsfehler etc. – derartige Ereignisse stehen üblicherweise im besonderen Fokus der Gesellschaft, doch ihre präzise Rekonstruktion erschließt sich häufig erst über den Zugriff geeigneter theoretischer und methodischer Ansätze. Bemerkenswert aufschlussreiche Untersuchungen über markante Unfälle und Katastrophen des letzten Jahrhunderts hat insbesondere die angelsächsische Sozial-, Organisations- und Technikforschung hervorgebracht. Den sozialwissenschaftlich geprägten Zugängen geht es dabei um die organisationale Rahmung großer Schadensfälle, die über die nicht selten bevorzugte "Schnellerklärung" personalisierter Motive bzw. Schuld hinausreicht. Es zeigt sich insbesondere, dass "linear-logischen" Deutungen mit Skepsis zu begegnen ist, denn katastrophale Organisationsfehler bzw. -störungen können auch auf schwachen Kausalitäten beruhen und damit u. a. auf unvorhergesehene wechselbezügliche, eigendynamische und pfadbildende Entwicklungen zurückverfolgt werden. Das Seminar wird folgende katastrophale Unfälle anhand von Materialien und Studien diskutieren:

- Einsturz der Firth-of-Tay-Brücke, 1879
- Untergang der Titanic, 1912
- Mann Gulch-Waldbrand, 1949
- Flugzeugkatastrophe von Teneriffa, 1977
- Explosion der Challenger-Raumfähre, 1986
- ICE-Unglück nahe Eschede, 1998
- Einsturz der Eissporthalle Bad Reichenhall, 2006
- Flugzeugabsturz Air France, 2009
- Loveparade-Unglück in Duisburg, 2010
- Untergang der Costa Concordia, 2012

Nähere Informationen gibt es hier.

 

 

25.07.2018. Artikel von Stefan Kühl und Marcel Schütz zu informalen Verwaltungsabläufen in der personalrechtlichen Zeitschrift "Personalvertretung" erschienen: Die Abgrenzungen der Begriffe Informalität und Organisationskultur bereiten sowohl in der Theorie als auch in der der Praxis von Behörden und Unternehmen zum Teil große Schwierigkeiten. Immer dann, wenn von informalen Strukturen die Rede ist, scheinen damit inoffizielle, diffus tradierte Gepflogenheiten und Gewohnheiten, Riten und Routinen gemeint zu sein. Unter Rückgriff auf einen innovativen Ansatz aus der Organisations- und Verwaltungsforschung wird im Folgenden argumentiert, dass Kultur und Informalität im Wesentlichen ein und dasselbe Phänomen erfassen, nämlich die unentschiedenen Entscheidungskriterien einer Organisation. Dabei ist präziser zwischen unentschiedenen und unentscheidbaren Kriterien bzw. Prämissen zu unterscheiden. In der Abhandlung wird gezeigt, wie sich mit einer genaueren Bestimmung der Entscheidungssituationen Ordnung in die wilden Merkmalskataloge bringen lässt und empirische bzw. organisatorische Phänomene genauer erfasst werden können. (Link) (Herausgeberkommentar) (Inhaltsverzeichnis)

 

16.07.2018. Das Buch "Compliance-Kontrolle in Organisationen. Soziologische, juristische und ökonomische Aspekte" von Marcel Schütz, Richard Beckmann und Heinke Röbken erscheint in Kürze. Der Fachband bietet eine systematische und interdisziplinäre Darstellung zur Compliance-Kontrolle in Unternehmen, Verwaltungen und weiteren Einrichtungen. Die Autoren befassen sich mit der Diskussion entsprechender Regelwerke bzw. Konzepte sowie den organisatorischen Folgen. Hierzu entwickeln sie sozial-, rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Bezüge einer Analyse und Gestaltung organisatorischer Regelsetzung und -begründung. Besonderes Augenmerk gilt dem Spannungsverhältnis formaler und informaler Ordnung sowie dem Ansatz der „brauchbaren Illegalität“. Das Werk richtet sich an mit Compliance-Aspekten beschäftigte Wissenschaftler sowie Experten und Entscheider in Organisationen aller Art. Für weitere Informationen: Link

16.07.2018. Reformen in der evangelischen Kirche. Eine kurze organisatorische Betrachtung von Stefan Kühl und Marcel Schütz ist in der Zeitschrift für Organisationsentwicklung und Gemeindeberatung erschienen (PDF). 

 

12.06.2018. Themenschwerpunkt 20 Jahre Eschede-Unglück: Interview mit dem Unfallmediziner Ewald Hüls. Ewald Hüls war am 3. Juni 1998 Leitender Notarzt beim ICE-Unglück in Eschede. Als Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im Allgemeinen Krankenhaus Celle ist er auf Unfall- und Rettungsmedizin spezialisiert. Mit "Sozialtheoristen" sprach Dr. Hüls über Eschede, die organisatorischen Herausforderungen während Rettungseinsätzen und die Folgen für die ärztliche Praxis bei Großschadensereignissen. 

 

30.04.2018. Marcel Schütz spricht auf der Fachtagung Personalvertretungsrecht am 28. Mai 2018 zum Thema Informalität in der Verwaltung, insbesondere hinsichtlich der Zusammenarbeit von Personalräten und Dienststellen. Ein Infoblatt zur Veranstaltung mit Anmeldehinweisen gibt es als PDF (Link). 

 

29.03.2018. Durchwachsene Bilanz. Marcel Schütz resümiert die Bologna-Reform für "Campus & Karriere" im Deutschlandfunk (Link). 

 

06.03.2018. Sammelband mit kritisch-konstruktiven Analysen zur Entwicklung der Bologna-Reform an deutschen Hochschulen erschienen; darin ein Beitrag über die Oldenburger Diplom-Studie "Gallische Dörfer" (Link).

 

23.02.2018. Marcel Schütz lehrt im Sommersemester 2018 an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld auf Einladung des Arbeitsbereichs Organisationssoziologie (Prof. Dr. Stefan Kühl). Angeboten werden zwei entscheidungs- und rechtstheoretische Seminare (Link). 

 

14.02.2018. Rechtssoziologisches Seminar zum Arbeitsrecht an der Universität Bielefeld im Sommersemester 2018. Ob Mindestlohn, Befristung, Teilzeit: Politisch ist das Arbeitsrecht momentan besonders präsent. Im SS 2018 bietet Marcel Schütz ein rechtssoziologisches Seminar zum Arbeitsrecht an. Vorgesehen ist im Nachgang auch eine kooperative Publikation. Titel der Veranstaltung: "Arbeitskämpfe sind in bestimmten Grenzen erlaubt ..." – Soziologische Aspekte des Arbeitsrechts: Einstellung, Verträge, Mitgliedschaft, Trennung, Gerichtsprozess. Ausführliche Informationen im Vorlesungsverzeichnis (Link) der Universität Bielefeld. Literaturhinweise werden sukzessive ergänzt.

 

19.01.2018. Überall Strategie. Strategie, ursprünglich „Feldherrenkunst“, heute das längerfristige Vorgehen, ist ein großes Wort unserer Zeit und das Thema der Wirtschaft und Politik. So war es vielleicht absehbar, dass Strategien auch in der Bildung ankommen. Neulich hat der deutsche Wissenschaftsrat explizit die Festschreibung von „Lehrstrategien“ und „Lehrverfassungen“ an Hochschulen empfohlen. Wie schon im Exzellenzwettbewerb der Forschung der letzten Jahre geht es um die Profilbildung und Standardisierung der Hochschulen. - Die "Gastwirtschaft" in der Frankfurter Rundschau (Link).

06.12.2017. Logik sozialer Systeme. 90. Geburstag von Niklas Luhmann - die "Gastwirtschaft" in der Frankfurter Rundschau (Link). „Am liebsten kommunizieren Organisationen mit Organisationen, und sie behandeln Private dann oft so, als ob sie Organisationen oder anderenfalls: als ob sie Pflegefälle wären, die besonderer Hilfe und Belehrung bedürfen.“ (Die Gesellschaft der Gesellschaft, 1997)

 

01.12.2017. Neuere organisationssoziologische Arbeiten zu aktuellen Themen. Das Magazin "Versus" der Beratung Metaplan informiert über aktuelle Bücher von Organisationssoziologen der Universitäten Luzern, Bielefeld und Oldenburg. In den auch für ein breiteres Publikum geschriebenen Lektüren geht es u.a. um Unternehmensstrukturen, laterale Führung und die Diskussion der EU-Reformen. Mehr Infos hier.  

 

25.11.2017. Rechtswissenschaftliche Analyse zum Visegrád-Bündnis in der EU: In Österreich wird über einen möglichen Beitritt zur Visegrád-Gruppe, dem osteuropäischen Binnenbündnis in der EU, diskutiert. Eine instruktive Analyse hierzu hat der Wiener Staats- und Verwaltungsrechtler Gerhard Strejcek in der Wiener Zeitung geschrieben. Strejcek greift dazu auch das von Marcel Schütz und Finn-Rasmus Bull in diesem Jahr erschienene Buch "Unverstandene Union. Eine organisationswissenschaftliche Analyse der EU"auf. Ein weiterer Beitrag zur Visegrád-Gruppe ist kürzlich auf dem Bielefelder Wissenschaftsblog Sozialtheoristen erschienen. 

 

22.11.2017. Stefan Kühl und Marcel Schütz mit einer organisationstheoretischen Perspektive auf das Intrapreneurship in Unternehmen: In der Reihe HLP Management Diskurs ist ein Beitrag von Prof. Stefan Kühl (Universität Bielefeld) und Marcel Schütz über den Einfluss unternehmerischer Führungsansätze auf die Mitarbeiter erschienen. Weitere Informationen gibt es hier und den vollständigen Text als PDF hier

 

08.11.2017. Ein Zwischenruf von Marcel Schütz (Oldenburg) und Prof. Dr. Katja Rost (Uni Zürich) zu neuen (alten) Managementmoden ist im Schweizer Magazin "SonntagsBlick" erschienen. – Mit einem Bericht von Jonas Dreyfus. 

 

01.11.2017. Beiträge zum Reformationsjubiläum: Im 500. Jahr der Reformation ist die deutsche evangelische Kirche intensiv auch mit eigenen Reformen beschäftigt. Dabei wird mehr denn je deutlich, was für ihre heutige Organisation strukturell spezifisch ist. Ein Beitrag zu Unterschieden der Reform in der evangelischen und katholischen Kirche ist auf den "Sozialtheoristen" erschienen. An der Universität Oldenburg wird gegenwärtig eine Studie in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und den Landeskirchen Baden, Hessen-Nassau, Lippe und der Nordkirche sowie externen universitären Partnern durchgeführt (Leitung: Heinke Röbken und Marcel Schütz). Im Interview mit der Nordwest-Zeitung spricht Marcel Schütz über evangelische Kirchenreformen. 

24.10.2017. Neuartig erscheinende Managementkonzepte, sog. Managementmoden, sind ein Dauerthema der Führungspraxis und der betriebswirtschaftlichen Forschung. Wie sehr sollen sich ManagerInnen methodisch leiten lassen? Im Rahmen einer Erhebung in großen Unternehmen wurde die Frage der Nützlichkeit konzeptorientierter Managementpraxis thematisiert. Im Umgang mit den anzutreffenden Konzept-Moden stechen diverse Funktionen hervor, die zwar nicht der offiziellen Zielsetzung ihrer Konzepte entsprechen, aber indirekten Nutzen bergen. ManagerInnen können wahlweise zwischen einem diskretem und offiziellem Gebrauch wechseln und sich dabei vielfältige Kombinationen situativ zunutze machen. Der Beitrag erscheint in der Austrian Management Review.

 

04.10.2017. Brauchen Hochschulen Lehrstrategien? Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Strategie-Papier des Wissenschaftsrats von Stefan Kühl (Bielefeld) und Marcel Schütz (Oldenburg) in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre". Download des Aufsatzes hier

 

28.09.2017. Debatte um VW: Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) hat gerade wieder ihre Tore geschlossen, doch die Debatte um den sogenannten Dieselskandal im VW-Konzern hält an. Zu Beginn der Affäre diskutierte im Oktober 2015 Marcel Schütz im Schweizer Fernsehen mit Umwelt- und Branchenexperten zum Thema. Im Rahmen der Sendung kamen einige "Klassiker" der Forschung zu Regelabweichungen in Organisationen zur Sprache, insbesondere die "brauchbare Illegalität". – EinRückblick auf die kontroverse Debatte damals.  

20.09.2017. Für das neue zeitungsübergreifende Redakteursnetzwerk "Journalistico" ist von Marcel Schütz ein Faktencheck zum Fachkräftemangelerschienen. Die Plattform prüft anlässlich der Bundestagswahl aktuelle politische Statements und Forderungen der Parteien und ihrer Spitzenkandiaten auf deren Stichhaltigkeit bzw. den Wahrheitsgehalt.

 

18.09.2017. EU-Erneuerung: Binnenbündnisse erschweren Entscheidungen der Europäischen Union. Deshalb versucht Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit seiner Reformrede zur sozialen und wirtschaftlichen Vertiefung der Union Fakten zu schaffen. Ein Kommentar von Marcel Schütz in der Frankfurter Rundschau

 

13.09.2017. Wahl-Spezial: Marcel Schütz auf Deutschlandfunk Kultur. In der Sendereihe Politisches Feuilleton ist Marcel Schütz zur Direktwahl des Bundespräsidenten zu hören. Hintergrund des Beitrags ist eine laufende organisationssoziologische Untersuchung zum Organ der Bundesversammlung. Weitere Informationen: marcel.schuetz@uni-oldenburg.de.

 

08.09.2017. "Lokaler Boykott der Bologna-Reform": Oldenburger Untersuchung zur Beibehaltung des Diploms in den Ingenieurwissenschaften erscheint. Im Rahmen einer Studie an ausgewählten ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten, die eine Bologna-Anpassung einzelner Studiengänge ablehnen, wurden Handlungsstrategien zur Beibehaltung der alten Studiengänge betrachtet. Ein neu erscheinender Band stellt zentrale Ergebnisse einer durchgeführten Interviewreihe vor. Die Beispiele reformresistenter Fachbereiche helfen bei einer differenzierten Beurteilung des allseits beschworenen Wettbewerbs von Studienstandorten und Studiengängen. Auch rund zwanzig Jahre nach Einführung des Bologna-Systems ist der Prozess der Harmonisierung von Studienfächern und -abschlüssen keineswegs abgeschlossen. Der Band bietet einen Beitrag zur laufenden Diskussion. Weitere Informationen gibt es beim Springer-Verlag hier

 

30.08.2017. Wieder im Programm: Debatte um sogenannten "Fachkräftemangel". 

Die Bundesregierung und das Institut Prognos in Basel haben neue Schätzungen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland vorgestellt. Die präsentierten Zahlen erscheinen dramatisch. Doch eben das ist womöglich die Funktion der regelmäßig mit Alarmtönen verkündeten Daten zum sogenannten "Fachkräftemangel": Neuigkeitsdramatisierung - wie der Bielefelder Organisationssoziologe Stefan Kühl die Vielzahl der Zeitdiagnosen und Modeklagen in der Managementwelt nennt. Warum sich hinter dem Fachkräftemangel eine erstaunlich langlebige Mär verbirgt und hingegen innerbetriebliche Probleme der Stellenbesetzung weitgehend ausgeblendet bleiben, erläuterte Marcel Schütz bereits vor zwei Jahren in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau. Die Argumentation gilt heute ebenso wie damals. Weitere Informationen gibt es über den Autor: marcel.schuetz@uni-oldenburg.de.

 

29.07.2017. Strukturprobleme und politische Blockade: Was Wandel in der EU unwahrscheinlich macht. Ein Gastbeitrag für die Nordwest-Zeitung

 

10.07.2017. Zur aktuellen Kritik an G20: Gipfeltreffen sind die Hochämter staatspolitischer Inszenierung. Ihr Maximalerfolg liegt im Minimalkonsens. Doch müssen sie deshalb so nutzlos sein, wie viele behaupten? Die Interaktionstheorie führt zu anderen Einsichten. Eine Analyse auf dem Wissenschaftsblog "Sozialtheoristen".

 

15.06.2017. Innovationskultur: Mit dem Unberechenbaren rechnen. Marcel Schütz im Deutschlandfunk Kultur.

 

02.06.2017. Neuer Artikel auf den "Sozialtheoristen": eine ausführliche Fassung der Innovationsbeiträge mit wissenschaftlichen Hinweisen.

 

29.05.2017. Beitrag in der "Freitag" Community zur Förderung von Startup-Unternehmen. Wer in Wahlkampfzeiten staatstragend über die Ordnung der Wirtschaft spricht, spricht besonders gern über Innovation. Doch die bestehende Gründer- und Innovationsförderung hat ihre Schwächen.

 

23.05.2017. Marcel Schütz zum Thema Innovation in der Frankfurter Rundschau. Geht es um Zukunftsfragen der Wirtschaft, so ist eines der zentralen Themen von Politikern und Konzernchefs jenes der Innovation. Man spricht von Innovationsfähigkeit und von den Wettbewerbsvorteilen durch Innovation. Die Wirtschaft beschwört den Innovationsstandort Deutschland und hofft auf ein besseres Innovationsklima. Tatsächlich könnte die Wirtschaft selbst dazu mehr beitragen. 

 

19.05.2017. Diskussion um Strategiepapier des Wissenschaftsrats geht weiter – diverse Beiträge erschienen. Stefan Kühl (Bielefeld), Ines Langemeyer (Karlsruhe), Gabi Reinmann (Hamburg) und Marcel Schütz (Oldenburg) stellen weitere Vorschläge für eine innovative und unbürokratische Lehre auf dem Bildungs- und Wissenschaftsblog von Jan-Martin Wiarda vor. Ebenfalls dort erschienen ist ein Interview mit Martina Brockmeier, der Vorsitzenden des Wissenschaftsrats. Mehr Hintergrund zum Thema ist auf dem Hochschuldidaktik-Blog von Gabi Reinmann zu finden. Eine ausführliche Fassung der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung publizierten Analyse von Kühl, Langemeyer, Reinmann und Schütz ist auch auf dem Wissenschaftsblog "Sozialtheoristen" erschienen.

 

18.05.2017. Kritik zum Strategiepapier des Wissenschaftsrates / Beitrag zu aktuellen EU-Reformversprechen. Stefan Kühl, Ines Langemeyer, Gabi Reinmann und Marcel Schütz kommentieren das Strategiepapier zur Lehre in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. / Ein Gastbeitrag von Marcel Schütz zu den gegenwärtigen EU-Reformversprechen ist auf dem Polit-Blog Lost in Europe erschienen. 

 

13.05.2017. Keine sichere Bank – Analyse von Marcel Schütz im "Freitag".

Banken haben viel Vertrauen verloren und stehen anhaltend unter Veränderungs- und Kostendruck. Welche Rolle spielen die Kunden? 

 

11.05.2017. Marcel Schütz im Interview im Deutschlandfunk über aktuelles Strategie-Papier des Wissenschaftsrates. In der Sendung "Campus und Karriere" hat Marcel Schütz den Standpunkt einer Gruppe von Lehrenden der Universitäten Bielefeld, Hamburg, Oldenburg sowie des Karlsruhe Instituts für Technologie zu aktuellen Empfehlungen des Wissenschaftsrats vertreten. Weitere Informationen zu den Positionen der Gruppe 

folgen in den nächsten Tagen. 

 

02.05.2017. Oldenburger Organisationsstudie zur Bologna-Reform erscheint in Fachjournal der Stanford University. Die an der Universität Oldenburg entstandene Untersuchung zur Verweigerung von Fakultäten bzw. Studiengängen bei der Umsetzung der Bologna-Reform in Deutschland ("Gallic Villages") wurde vom Journal of Organizational Theory (JOTE, Stanford) nach erfolgreichem Blind Peer Review-Verfahren akzeptiert und wird in Kürze erscheinen. 

 

31.03.2017. Junge Erwachsene – nicht erwachsen genug? Marcel Schütz und Martina Gille (Leiterin Deutsches Jugendinstitut) in der Talkrunde "Notizbuch" im Bayerischen Rundfunk

 

29.03.2017. Buch zu EU und 'Brexit'. Marcel Schütz und Finn-Rasmus Bull (Universität Bielefeld) haben bei Springer VS eine organisationswissenschaftliche Analyse zur Struktur und Situation der Europäischen Union vorgelegt. Der Band kann als Print oder E-Book über alle einschlägigen Händler bestellt werden. Für weitere Informationen stehen die Autoren gerne zur Verfügung: marcel.schuetz(at)uni-oldenburg.de; finn.bull(at)uni-bielefeld.de.

 

21.03.2017. Der Banker der Zukunft. Eines gilt für das Privatkundengeschäft aller Banken: Über die Organisation entscheiden nicht Stimmungslagen in Vorstandssitzungen, sondern die Kunden selbst. Die aktuelle Kolumne in der "Gastwirtschaft" der Frankfurter Rundschau

 

25.01.2017. Netzwerke, Spielhandlungen und instabile Verträge: Informale Ordnung in der öffentlichen Verwaltung – Beitrag für die Zeitschrift Die Personalvertretung. Die Zusammenarbeit von Personalrat und Dienststelle/Behörde wird durch die Gesetzgebung umfassend geregelt. Wie in allen Arbeitsbereichen kann jedoch keine juristische Rahmung die Besonderheiten des Arbeitsalltags vollständig abdecken. Was ohne eindeutige Bestimmung bleibt, ist aber deswegen nicht ohne Struktur. In der Organisationsforschung wird von „informaler“ Ordnung gesprochen. Der Beitrag stellt vier besonders einschlägige Ansätze vor, die zur Beschreibung informaler Zusammenarbeit von Personalrat und Dienststelle instruktive Einsichten bieten. Mit dem Überblicksaufsatz startet eine empirische Studie an der Universität Oldenburg. Zum Heft und Text

 

09.01.2017. Keine schrecklich nette Familie. Wenn über große Unternehmen und deren Veränderung gesprochen wird, fehlt es nicht an Metaphern. Unternehmen bereitet es offenbar große Schwierigkeiten, zu akzeptieren, was sie sind: eben einzig und allein Unternehmen – also Organisationen, die nach wirtschaftlichen Profiten streben. Eine neuere Metapher in Unternehmen ist die der "Familie". Marcel Schütz erläutert in einem Beitrag für die Zeitschrift Organisationsentwicklung (ZOE), warum Unternehmen und Familie – aller familiären Betriebsbeschreibung zum Trotz – wenig miteinander zu tun haben. Eine Vorschau- bzw. Kurzfassung gibt es hier.

 

06.12.2016. Studie über Personalvertretung in der öffentlichen Verwaltung. Personalräte im öffentlichen Dienst sind das Pendant zu den Betriebsräten der Unternehmen. Einige Aufgaben ähneln sich auf den ersten Blick. Doch bestehen Unterschiede. Dem Personalrat sind weniger Rechte gegeben, in die verfasste Struktur seiner Organisation hineinzuwirken. Seine Gestalt wird durch die Länder jeweils anders geregelt und bedingt weitere oder engere Grenzen der Beteiligung – mit abnehmenden Einfluss bei Mitbestimmung, Mitwirkung und Anhörung. Was (in-)formale Ordnung in den Entscheidungen von Personalrat und Verwaltungsleitung bewirkt, ist Gegenstand einer Studie der Universität Oldenburg in rund 20 Personalräten der Länder und Kommunen. Eine kurze Vorschau darauf gibt es auch in der Frankfurter Rundschau.

 

05.12.2016. Der Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die Gestaltung von Wahl und Abwahl der Hochschulrektoren und Rektorate im Land für verfassungswidrig erklärt. Die Wissenschaftsfreiheit der Hochschullehrer sei durch das Gesetz beeinträchtigt. Die interessante Entscheidung des Gerichts ordnet Jan-Martin Wiarda auf seinem Bildungsblog umfassend und im historischen Kontext ein - auch mit kurzen Statements aus organisationsanalytischer Sicht von Marcel Schütz. (online)

 

02.12.2016. Buchpublikation - Reformprobleme der EU: Marcel Schütz und Finn-Rasmus Bull präsentieren mit ihrem Buch "Unverstandene Union" eine organisatorische Analyse der Europäischen Union. Oft als politisches Bündnis oder Projekt umschrieben, zeigen die Autoren, welche Erkenntnisse über die besonderen Organisationsmerkmale der EU zu gewinnen sind. Hierzu bedienen sie sich eines bewährten Strukturansatzes aus der Systemtheorie Niklas Luhmanns und verbinden diesen mit dem Konzept der "Meta-organization". So lässt sich darstellen, welche erschwerten Bedingungen der Steuerung und Veränderung in solchen Formen von Organisation auftreten, deren Mitglieder nicht Individuen, sondern selbst Organisationen sind. Es wird gezeigt, dass vermeintliche Störungen und Defizite der organisierten Staatengemeinschaft sich hintergründig als elementare Stärken und Vorzüge erweisen können. Der Band erscheint im Januar 2017 bei Springer. 

 

08.11.2016. Hochschulräte sind seit ihrer Einführung nicht unumstritten. An der 

Universität Oldenburg sind zwischen 2010 und 2014 mehrere Forschungsbeiträge

über Hochschulräte entstanden. Die Saarbrücker Zeitung berichtete nun über einen 

aktuellen Konflikt von Hochschulrat und Senat der Universität Saarbrücken. Hierzu sprach sie u.a. auch mit Marcel Schütz (zum Bericht). Ein Arbeitspapier und erschienene Beiträge zum Thema können angefordert werden (marcel.schuetz@uni-oldenburg.de).

 

03.11.2016. Keine Organisation ohne Regelabweichung: Die soziologische Perspektive auf die Compliance-Diskussion um VW & Co. Ein - pointierter - Buchbeitrag dazu ist in der Reihe HLP Management-Diskurs erschienen. 

 

12.10.2016. Ob Wirtschaftskammer Österreich, Wiener Bankenverband, Fifa oder EU: Metaorganisationen verbindet das Interesse an Interessenvertretung. Zur EU-Debatte ein Gastbeitrag in der Wiener ZeitungDie Grenzen eines organisierten Europa.

 

07.10.2016. Bestenfalls nicht der Falsche - Über die Tücken der Bewerberauswahl für eine neue Stelle. Die aktuelle Kolumne in der Frankfurter Rundschau

 

06.10.2016: Marcel Schütz am Freitag, 07.10.2016, zum Thema EU-Reform auf Deutschlandradio Kultur. Eine ausführliche Analyse findet sich auf Sozialtheoristen.de.

 

03.10.2016. Marcel Schütz ist im Wintersemester 2016/2017 Gastforscher an der Wirtschaftsuniversität Wien. Erreichbarkeit unverändert über E-Mail und telefonisch.

 

22.09.2016. Eine Frage des Glaubens. Politische Reformversprechen und ihre Grenzen

Die aktuelle Kolumne in der Gastwirtschaft der Frankfurter Rundschau.

 

19.09.2016. Interview mit dem Hessischen Rundfunk (HR 2 - Kultur) zu den Besonderheiten und Reformproblemen der EU als "Metaorganisation". Das Gespräch kann auch online (ab ca. Min. 33) nachgehört werden.

 

06.09.2016. Kirche unterstützt umfangreiche Studie der Universität Oldenburg.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wird eine größere Studie der Universität Oldenburg zum kirchlichen Führungs- und Steuerungsinstrument der Visitation unterstützen. An der Untersuchung werden sich mehrere Landeskirchen, die in der EKD organisiert sind, beteiligen. Die Studie ist organisationstheoretisch und damit auf Grundlagenforschung angelegt. Laufzeit: 2016/2017. Projektleitung: Heinke Röbken und Marcel Schütz (beide Universität Oldenburg). Weitere Informationen folgen in Kürze.

15.08.2016. Ein sehr kurzer Beitrag ("Überhang an Demokratie") als Auskopplung der EU-Analysen im Juli ist in der Frankfurter Rundschau erschienen. 

 

03.08.2016. Erschienen ist nun von Marcel Schütz und Heinke Röbken der Beitrag "Gallische Dörfer", der eine Studie über Fachbereiche an Hochschulen dokumentiert, die das Diplomstudium erhalten und sich damit der Bologna-Reform verweigern (als Vollversion online abrufbar). Ein Interview zur Studie ist in der ZEIT erschienen. Ausführlich informiert auch die Projekt-Website www.gallische-doerfer.de.

19.07.2016. Im Management sind nicht nur gute Manager gefragt, sondern auch zahlreiche Steuerungsansätze. Hinter diesen vermutet man ein ausgeklügeltes System. Erst bei genauerem Hinsehen fällt auf, wie sehr sich neue Praktiken – sei es in der Personalführung, zur Kostenreduktion oder für die Prozessoptimierung – personellen Vorlieben und Zufällen verdanken. – Die aktuelle Kolumne in der "Gastwirtschaft" der Frankfurter Rundschau

 

18.07.2016. Eine gekürzte, fußnotenbefreite Version des Beitrags zur EU-Debatte ("Unverstandene Union") ist auf den Seiten des Freitag erschienen. 

 

15.07.2016. Die Organisationsprobleme der EU: Eine weitere Analyse ist heute auf den Seiten der Sozialtheoristen erschienen.

08.07.2016. EU und Brexit. Eine aufschlussreiche Analyse zur Funktionalität des unbestimmten Austrittsartikels Nr. 50 des EU-Vertrags hat Finn-Rasmus Bull auf den Sozialtheoristen veröffentlicht. Es ist offensichtlich der erste Beitrag innerhalb der gegenwärtigen Struktur- und Reformdebatte, der die Organisationsform der EU substanziell problematisiert.

 

02.07.2016. Zur Diskussion um die EU und ihre Reform.

Die "Brexit"-Debatte beschäftigt anhaltend die Medien. So sehr es bei alledem, was die EU betrifft, auch und besonders um Fragen ihrer Organisation geht, so erstaunlich ist es, wie wenig (wohl richtiger: gar nicht) dazu argumentiert wird. Schuldzuschreibungen, Krisenrhetorik und ein Wettbewerb an ominösen Reformvorschlägen kommen stattdessen lebhaft in Gang. Mein übergreifendes Statement leitet sich aus den reichhaltigen empirischen Beobachtungen und Erfahrungen der Organisationsforschung ab. Es ist zu sehen, dass es Veränderungs- und Defizit-Debatten um das Gebilde EU noch sehr an einem adäquaten Begriff von (um nicht zu sagen: an Sensorium für) „Organisation als Organisation“ fehlt. Der schwedische Wirtschaftswissenschaftler und Organisationsforscher Nils Brunsson hat mit seinen Arbeiten gezeigt, wie anfällig große Organisationen für zermürbende und ernüchternde Reformprozeduren sind, die am Ende alles bewirken - nur: niemals das, was mit diesen Reformen gewollt war. Reformen erzeugen Reformen. Seine Forschungen können die gegenwärtig sich ankündigende Dynamik einer nur schwach argumentativ gestützten EU-Debatte illustrieren und begreifbar machen. Ferner ist das Konzept der so genannten "Meta-Organisation" (Organisationen, die nicht Individuen, sondern ebenfalls Organisationen als Mitglieder haben) äußerst aufschlussreich und verdient breitere Beachtung, da man hiermit überhaupt zu einem umfänglichen und interdisziplinär anschlussfähigen „Organisationsverständnis“ der EU - einer solchen Meta-Organisation - kommt bzw. die sehr spezifischen Bedingungen ihres besonderen Organisationsrahmens aufzeigen kann. Die Folgen daraus sind, dass man das organisationale „Gebilde“ EU angesichts politischer Verbandelung und eigentümlicher Doppelbindung von Staatlichkeit und Organisation (die diese Meta-Organisation noch viel komplizierter erscheinen lässt) unter der Perspektive nahezu unauflösbarer Widersprüche betrachten muss. Ein solcher Zugang kann eine deutlich präzisere Sicht auf die strukturellen Feinheiten der EU-Organisation eröffnen, als es mit bisherigen (oft emotionalisierten, dramatisierten und pathetischen) Kommentierungen zu leisten wäre. Ein einführendes Thesenpapier gibt es über: marcel.schuetz@uni-oldenburg.de bzw. projekte.orgaforschung@uni-oldenburg.de. Es werden Veröffentlichungen hierzu erfolgen.  

 

06.06.2016. Projektseite der Universität Oldenburg zur Studie "Gallische Dörfer" online. Warum und wie Hochschulen vom Diplom nicht Abschied nehmen wollen, wird auf der Projektseite dokumentiert. Ein ausführlicher Fachbeitrag folgt in Kürze im Journal für Bildung und Wissenschaft. (www.gallische-doerfer.de)

27.05.2016 / 30.05.2016. Zur Zukunft des ÖPNV im Nordwesten: Auf dem Podium "ÖPNV Friesland / Wilhelmshaven - Verändern, Verbessern, Verbinden" in Schortens diskutierte Marcel Schütz gemeinsam mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies, MdL, Jan Enzensberger (Niederlassungsleiter Weser-Ems Busverkehr), Jürgen Rachner (Geschäftsführer Verkehrsregion Ems-Jade), Hartmut Tammen-Henke (SPD-Vorsitzender Wilhelmshaven) und Marianne Kaiser-Fuchs (SPD-Vorsitzende Friesland). Mehr Informationen und Zeitungsbericht.  

 

20.05.2016. Frisch erschienen ist nun der 25. Band der etablierten Fachreihe Managementforschung mit einer Studie u. a. von Heinke Röbken und Marcel Schütz. Übersicht Jahrgänge, Themen Artikel und Autoren hier

 

14.04.2016. Jan-Martin-Wiarda im Gespräch mit Marcel Schütz über - trotz der Bologna-Reform - weiterhin bestehende und nachgefragte Diplom-Studiengänge an Hochschulen. Dem Kurz-Interview "Gallische Diplom-Dörfer" in der ZEIT wird in Kürze ein umfassender Studienbericht im Journal für Wissenschaft und Bildung (Die Hochschule) folgen. Ein Forschungsband zur Situation der Diplom-Studiengänge speziell an ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten folgt im Laufe dieses Jahres.  

 

08.04.2016. Die Analyse des Personalbereichs in Hochschulen von Heinke Röbken und Marcel Schütz wird im 25. Band der bekannten Fachreihe Managementforschung erscheinen. Das Vorwort und eine Zusammenfassung der Studie können hier heruntergeladen werden. Der Band befindet sich in der Produktion und ist voraussichtlich ab Anfang Mai im Handel erhältlich. 

 

30.03.2016. Das Arbeitsleben steckt voller Rhetorik. Forscher sind genötigt, Projekt-Antragsprosa zu pflegen. Büroangestellte wissen, welch sorgsamer Auswahl sprachlicher Girlanden es bedarf, um im Power-Point-Gewitter eine gute Figur zu machen. Ganz zu schweigen von den huldvollen Lobgesängen, die in der Hauspostille allfällig angestimmt werden, wenn ein frisch bestallter Vorstand die Bühne betritt. Terminologisches Garnieren ist gefragt. Dazu: Die "Gastwirtschaft"-Kolumne über "Das Leid mit Leitbildern" in der Frankfurter Rundschau.

 

17.03.2016. "Regelabweichung ist allgegenwärtig" - Bernd Wittkowski (Börsen-Zeitung) im Interview mit Marcel Schütz zu Compliance in Organisationen.

 

16.03.2016. Ursula von der Leyen bleibt Doktor. Kein gutes Signal für den akademischen Nachwuchs, aber ein gutes Indiz dafür, Medizin-Promotionen nicht ernst nehmen zu müssen. Eine kritische Kommentierung dazu ist auf den Seiten der Sozialtheoristen zu lesen.

 

04.03.2016. Erschienen ist jetzt im Verlag Springer Gabler der Band "Bachelor- und Masterarbeiten verfassen - Abschlussarbeiten in Organiationen". Marcel Schütz und Heinke Röbken zeigen darin die Besonderheiten einer Abschlussarbeit in einem Unternehmen, einer sozialen Einrichtung oder einer Behörde auf. Der Leitfaden kann für diverse Studiengänge aller Hochschultypen genutzt werden und eignet sich gleichermaßen sowohl für (werdende) Absolventen grundständiger als auch dualer und weiterbildender Studiengänge. Das Buch ist über viele Hochschulbibliotheken verfügbar. Download und Kauf auch direkt bei Springer.

 

29.02.2016. "Wie die Generation Y die Aktienmärkte verändern wird", "Generation Y ist für die Autobranche nicht verloren", "Generation Y: Unzufrieden und anspruchsvoll" - Die Liste der neuesten Y-Weissagungen und Generations-Gesellschaftsdiagnosen wird täglich länger. Warum Organisationen sich für Generationen-Hypes wenig interessieren müssen: Das Interview zum Mythos Y auf Zeit Online.

 

29.01.2016. Was bewirkt man mit Compliance-Management? Der Hannoveraner Arbeits- und Organisationssoziologe Jens Bergmann ist dieser Frage empirisch in einem internationalen Großunternehmen nachgegangen. Seine instruktive Organisationsstudie über die "Paradoxien der Compliance-Kontrolle" ist 2015 erschienen. Kurze Darstellungen zu dieser Studie finden sich von Marcel Schütz im Blog von der Freitag und auch in der Frankfurter Rundschau.

 

20.01.2016. Marcel Schütz im Interview mit Radio detektor.fm: Ob "Babyboomer", "Millennials" oder "Gen Y": der Hype um Stempel, die bestimmten Geburtsjahrgängen aufgedrückt werden, hält an. Doch hat es Hand und Fuß, solche Kategorien zu verwenden? Und wem hilft das? 

 

11.01.2016. Das einleitende Arbeitspapier zum Projekt Compliance-Review ist erschienen und kann hier heruntergeladen werden. Darin wird knapp und überblicksweise in typische Debattenfelder zur Compliance-Kontrolle eingeführt. Ausführliche Studienergebnisse der Arbeitsgruppe Compliance werden 2016 über Fachbeiträge und schließlich als Band publiziert.

 

23.12.2015. Kirchliche Visitation im Fokus der Organisationsforschung. Die Visitation in der evangelischen Kirche bezeichnet seit der Reformationszeit den regelmäßigen Besuch der Kirchengemeinden - alle 6 bis 8 Jahre - durch die Kirchenleitung oder sonstige leitende Dienstebenen innerhalb der Kirchenhierarchie. Zweck des Instruments Visitation ist traditionell die Aufsicht und Kontrolle über die Kirche durch die Bischöfe oder sonstige Vertreter der Kirchenleitung. In einigen Landeskirchen wurde die Visitation in den letzten Jahren Neuerungen unterzogen, mit denen kirchenintern teilweise Veränderungen des Charakters der Visitation als Führungs- und Steuerungsinstrument der Kirche verbunden werden. Besonders zu beobachten ist eine Veränderung der Semantik. Welche Absichten und Leitvorstellungen führen aber überhaupt zur Umgestaltung eines zentralen Organisationsinstruments? Welche Diskurse prägen die Veränderung und inwiefern sind übergreifende, gesellschaftliche und organisationspraktische Einflüsse auszumachen? Und: In welcher Form haben instrumentelle Veränderungen praktische Folgen? Im Rahmen einer empirischen Untersuchung zum Wandel der Visitation soll der Veränderungsprozess organisationssoziologisch erfasst werden. Nähere Informationen zum Projekt folgen demnächst. 

 

27.11.2015. Die Forschungsgruppe Compliance an der Universität Oldenburg (Richard Beckmann, Maximilian Büscher, Marcel Schütz) informiert ab sofort über die Website www.compliance-forschung.de.

 

25.11.2015. Das Buch "Bachelor- und Masterarbeiten verfassen: 

Abschlussarbeiten in Organisationen" von Marcel Schütz und Univ.-Prof. Dr. Heinke Röbken erscheint im Januar 2016 bei Springer Gabler. Weitere Informationen und ein Flyer sind bei Springer.de zu finden. Die Online-Fassung des Buches wird auch über viele Hochschulbibliotheken verfügbar sein. 

 

16.11.2015. Forschungsprojekt zum Thema Compliance: Die aktuellen Entwicklungen im VW-Konzern bringen in einschlägigen Wirtschaftsmedien einmal wieder das Thema "Compliance" auf die Agenda. Schnell ist Compliance in aller Munde. Ein Forscherteam der Universitäten Oldenburg, Bielefeld und Bonn wird sich im Rahmen eines Projektes intensiv mit der (fach)öffentlichen Diskussion von Compliance-Regelwerken bzw. -Konzepten, dem diesbezüglich geschaffenenen Beratungsfeld und den organisatorischen Folgen für die betriebliche Praxis befassen. Ein einleitendes Arbeitspapier ist in Vorbereitung und kann ebenso wie weitere Informationen angefordert werden über: marcel.schuetz@uni-oldenburg.de (Projektkoordinator). 

 

13.11.2015. Immer noch sorgen die Manipulationen bei Volkswagen für reichlich Spekulationen. Eine Erklärung wollen viele aber jetzt schon gefunden haben: Autoritäre Führung sei die eigentliche Ursache der Affäre. Nur, die Charakteristik eines typischen Großkonzerns bleibt dabei auf der Strecke. Denn jenseits moralischer Urteilsfindung gehören Regelverstöße für Unternehmenstanker regelrecht zur betrieblichen Übung. Normen dezent zu umgehen ist ausgesprochen praktisch. Ein Gastbeitrag in der Freitag-Community: "VW-Affäre: Reguläre Regelabweichung"

 

Die Gesellschaft wünscht sich, dass routiniert skandalträchtige Unternehmen "endlich" aufrichtiger werden. Aber können diese Organisationen das überhaupt und was nützt es ihnen wirklich? Ein Beitrag zum Thema ("Strategisch scheinheilig") in der Frankfurter Rundschau. Darin wird auf den Nutzen der Heuchelei, wie ihn vor allem der schwedische Wirtschaftswissenschaftler Nils Brunsson (Universität Uppsala) empirisch darstellen konnte, hingewiesen. Das vielfach zitierte Orginalwerk von Brunsson, "The Organization of Hypocrisy: Talk, Decisions and Actions in Organizations", ist 1989 erschienen.

 

Das Interview "Generation Y und Z sind nur Hypes" (als Kurzversion: PDF) ist jetzt in der Schweizer Zeitschrift "Netzwoche" erschienen. Darin gehe ich auf die widersprüchliche und unwissenschaftliche Darstellung von Generationskonzepten ein. Aufgegriffen wurde der Beitrag bspw. bei der Tagung Total Quality Management in Informatikunternehmen. Einen (ganz selten beobachtbaren) kritisch-empirischen Beitrag zum Konzept Generation Y haben die BWL-Professoren Torsten Biemann und Heiko Weckmüller ("Generation Y - Viel Lärm um fast nichts", in: PersonalQuarterly, Jg. 65, 2013, S. 46-49) präsentiert. Wie so oft: Die wissenschaftliche Aufklärung abseits der Mainstream-Hypes bleibt (exklusives) Spartenprogramm. Eine weitere Analyse als Auskopplung bisheriger Beiträge ist hier zu finden.

 

Mein kritischer Beitrag "Eingebildete Generation" zum Gen Y-Hype wurde nun von den Autoren des Gesellschafts-Blogs "Terminal Y" unter der Frage "Generation Y: Ein Mythos der Soziologen?" aufgegriffen (PDF). 

 

Der so genannte "VW-Skandal" sorgt für reichlich Spekulationen in Sachen Verbreitungsgrad von Regelverstößen in (großen) Organisationen. Zur organisationssoziologischen Position war ich am Dienstag, 13.10.2015, im Ersten Schweizer Fernsehen (SRF 1) in der Talkrunde "Der Club" zu Gast. Die Sendung ist auch online zu sehen. Ein Interview mit dem Schweizer Fernsehen zur organisationalen Funktionalität informeller Regeln und von Regelverstößen ist hier anbzurufen. Ein weiteres Interview mit der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa findet sich in diesem Bericht wieder. Der F.A.Z.-Herausgeber Holger Steltzner kritisiert in einem aktuellen Beitag für seine Zeitung indes die Perspektive der Organisationssoziologie zur VW-Affäre als "plump", "leichtfertig" und überhaupt "Verschwörungstheorie".

Ein Beitrag zur "eingebildeten Generation Y" ist jetzt in der Community von "der Freitag" erschienen (Link). Der Artikel ist ein erster, etwas längerer, Versuch die Kritik an gegenwärtigen Generationskonzepten anschaulich zu machen. Sein Autor freut sich natürlich auch auf Kritik der Kritik. Ein ausführliches Interview wird in Kürze in der Schweizer Zeitschrift "Netzwoche" erscheinen. Nähere Informationen dazu folgen an dieser Stelle. 

 

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass in Zeitungen und Wirtschaftsmagazinen leidenschaftlich von den angeblich revolutionären Generationen Y und Z die Rede ist. Leider fast immer völlig unkritisch, nicht selten gar tendenziös. Was soll das ganze Generationen-Gedöns? Im Rahmen von Beiträgen möchte ich mich diesem Thema intensiver widmen. Wer angesichts des Generationen-Hypes ähnliche Positionierung plant und von den überzogenen Y-Z-Debatten auch so genervt ist, möge sich doch gerne melden: marcel.schuetz@uni-oldenburg.de. 

 

Meine Kritik an der Lehramtsausbildung ("Der einstudierte Praxisschock") hat eine offenkundig recht positive Resonanz gefunden, wie mir entsprechende Rückmeldungen signalisieren. Die noch holzschnittartig präsentierten Thesen sollen im Rahmen einer größeren Darstellung - mit dem entsprechenden Ergänzungsmaterial - erweitert werden. Geplant ist dazu mittelfristig ein kleines Buch. Eine Version des Beitrags zum "Praxisschock" wird auch noch in der Fachzeitschrift "Gymnasium in Niedersachsen" (Nr. 3/2015), herausgegeben vom Philologenverband, erscheinen (Link). Als Hintergrund-Material zu den bisherigen Beiträgen kann eine kleine weiterführende Literaturübersicht mit Kommentierungen heruntergeladen werden: (Link). 

 

"Gallische Dörfer" trotzen Bachelor- und Master-System: Ganz Hochschul-Deutschland ist Bologna-Land! Ganz Hochschul-Deutschland? Nein! Eine eher überschaubare Gruppe von Hochschulen hört nicht auf Widerstand zu leisten. Im Rahmen einer Studie der Universitäten Oldenburg und Vechta wurden Interviews mit Professoren jener Fächer und Institute geführt, die weiterhin Diplom-Studiengänge anbieten. Heinke Röbken und Marcel Schütz präsentieren "Schlaglichter" der Erhebung im Rahmen einer DGfE-Tagung zur Empirischen Bildungsforschung am 21.09.2015 in Göttingen. Der Beitrag ist Teil des Tagungs-Symposiums "Hochschulen im Spannungsfeld der Bologna-Reform". Weitere Beiträge des Symposiums: Nicola Hericks (Universität Vechta) referiert zum Einfluss der Kompetenzorientierung auf Hochschullehrende, Anna Spexard (Humboldt-Universität zu Berlin) zur Öffnung der Hochschulen. Organisatorin der Veranstaltung ist Nicola Hericks. Abschließend wird der Bielefelder Organisationssoziologe Prof. Dr. Stefan Kühl als Diskutant die diversen Beiträge kommentieren (Link). 

 

Beurteilungen von Mitarbeitern sind oft willkürlich. Da Ressourcen knapp sind und Interesse besteht, den Wettbewerb unter Beschäftigten anzufeuern, werden Quotenregelungen festgelegt. Leistung wird so zum relativen Wert. Der aktuelle Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau vom 22.08.2015 (Link).

 

Hochschulräte sind immer wieder Gegenstand von Debatten. Anlässlich der verhinderten Wiederwahl einer Hochchulrektorin hat am 20.08.2015 Jennifer Lange im UniSPIEGEL berichtet. Dabei komme auch ich mit Statements zu Wort (Link).

 
Debatte um betriebliche Veränderungen im Deutschlandradio Kultur: Das "Change Management" ist in den vergangenen Jahren zu einem Top-Thema für Organisationsentwickler, Personaler und Manager geworden. Angesichts der vielen organisatorischen Veränderungen treten kritische Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit von Change-Instrumenten in den Hintergrund. Eine kritisch-konstruktive Sicht versuche ich in meinem Beitrag "Wenn betriebliche Veränderung zur Mode wird", der am 13.08.2015 im Deutschlandradio Kultur gesendet wurde (Link). Das Thema wurde am 14.05.2015 mit einem Interview mit dem Unternehmensberater Rainer Czichos im Deutschlandradio Kultur fortgesetzt. Dabei wurde auch der Beitrag am Vortag aufgegriffen und inhaltlich weiterentwickelt (Link).d

 

Wer Lehrer werden will, dem wird oft schon im ersten Semester mit der Schule gedroht. Nicht "graue Theorie" sollen Studierende pauken, sondern "praxisnah" funktionieren. Statt ständig neuer Kompetenzen bräuchten engagierte Lehrer wieder ein Recht auf berufliche Souveränität. Ein Meinungs-Beitrag in der Huffington Post vom 12.08.2015 (Link). 

 

Populär betrachtet, wird das Thema Macht in Unternehmen vor allem mit Management assoziiert. "Macht = Management", lautet die geläufige Formel, wenn es um die Steuerung der Arbeit geht. In der "Gastwirtschaft"-Kolumne vom 24.07.2015  steht die vielmals unterschätzte Rolle der Mikropolitik in Organisationen im Mittelpunkt. Auch Mitarbeiter bedienen sich subtiler Machtpraktiken, um eigene Interessen im Arbeitsalltag durchzusetzen (Link).

 

In meiner aktuellen Kolumne (04.07.2015) in der Frankfurter Rundschau (FR) geht es um Grenzen der Selbstoptimierung im Arbeitsleben - von einem bevorzugt organisationsanalytischen Standpunkt aus betrachtet (Link).

 
Teilnahme an Podiendiskussion: Die Helmholtz-Gemeinschaft veranstaltet unter dem Titel "Fokus@Helmholtz" regelmäßige Podien zu wissenschafts- und hochschulbezogenen Themen. Eingeladen als Diskussionsteilnehmer, werde ich an einem Podium zum Thema Karriere von Frauen und Männern in der Wissenschaft am 28.09.2015 in Berlin (Spreepalais) teilnehmen. Nähere Informationen zur Veranstaltung und zu weiteren Gästen sind auf der Helmholtz-Webseite zu finden (Link).
 
In Debatten um die Modernisierung der Hochschulen wird populären Managementansätzen anhaltend viel Beachtung geschenkt. Neben der großen Faszination, die mit den verschiedenen Konzepten einhergeht, kann auch eine skeptische Betrachtung angebracht erscheinen. Mein Diskussionsbeitrag zu diesem Thema ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Die Neue Hochschule (3/2015) erschienen (Link).
 
Der Aufsatz "Die Personalverwaltung der Hochschulorganisation in Zeiten des Human Resource Managements - Konzeptionelle Beobachtungen und Befunde einer Befragungsstudie" von Prof. Dr. Heinke Röbken und Marcel Schütz wurde für die Zeitschrift Managementforschung (Link) angenommen und erscheint im Herbst 2015 (Band 25 - "Management zwischen Reflexion und Handeln"). 
 
Assessment Center (AC) gehören zum Standard der Personalarbeit vieler Unternehmen. In der Zeitschrift Personalvertretung (6/2015) ist von Marcel Schütz und Maximillian Büscher ein Übersichtsbeitrag mit einer Analyse zur rechtlichen Situation speziell im öffentlichen Dienst erschienen. In dem Aufsatz werden die personalwirtschaftlichen Umsetzungsaspekte des Instruments AC kritisch mit organisationssoziologischen Annahmen und Forschungsbefunden konfrontiert (Link).
 
Zu den Änderungen der Hochschulaufsicht in Nordrhein-Westfalen, speziell bei den Hochschulräten, ist meine organisationstheoretisch orientierte Analyse in den Nordrhein-Westfälischen Verwaltungsblättern (6/2015) erschienen (Link).
 
Die Kolumne "Gastwirtschaft" der Frankfurter Rundschau (FR) steht für vielfältige Perspektiven zu Arbeit und Wirtschaft. Zukünftig werde ich als Kolumnist der Frankfurter Rundschau regelmäßige Gastbeiträge in der Rubrik Personalpolitik schreiben. Die erste Kolumne erscheint voraussichtlich am 24.07.2015. Beiträge der "Gastwirtschaft" können auch online aufgerufen werden (Link).
 
In arbeits- und wirtschaftspolitischen Debatten wird schon seit Langem ein grundsätzlicher Fachkräftemangel behauptet. Ein regelrechtes "Prognosen-Warn-System" ist seither im Gange. Immer neue Studien verkünden wahlweise "Fachkräftenotstand" und "Qualifikationslücken". Die intensive mediale Inszenierung von Fachkräfte-Mythen kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie sehr interessengeleitet - um nicht zu sagen tendenziös - die zahlreichen Branchenstudien zur Personalbedarfsdeckung in der Wirtschaft überhaupt zustande kommen. Hierzu ist mein Gastbeitrag am 18.05.2015 in der Frankfurter Rundschau (FR) erschienen (Link). Kommentar der Beratungsfirma Dr. Tenckhoff GmbH (Link). 
 
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stellt in der aktuellen Ausgabe (1/2015) seines regelmäßigen Infobriefs "Forum Hochschulräte Update" meine Ende 2014 erschienene Analyse zu aktuellen Reformen an Hochschulräten vor (Link). 
 
Buchankündigung: Abschlussarbeiten mit einem Organisationsbezug und innerhalb eines konkreten betrieblichen Umfeldes gibt es seit langer Zeit. In den letzten Jahren erfahren entsprechende Arbeiten jedoch zunehmende Popularität. Die Abschlussarbeit in einem Unternehmen, einer sozialen Einrichtung oder einer Behörde weist einige Besonderheiten der Vorbereitung, Organisation und Bearbeitung auf, die mit dem demnächst im Springer-Verlag erscheinenden Essential "Abschlussarbeiten in Organisationen"  knapp skizziert werden sollen. Die Einführung kann für verschiedene sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge aller Hochschultypen genutzt werden und eignet sich gleichermaßen sowohl für Absolventen grundständiger als auch dualer und weiterbildender Bachelor-, Master-, Diplom- und Examens-Studiengänge. Informationen zum Buch sind hier zu finden. 
 
Marcel Schütz erhält für sein Promotionsvorhaben "Projektierung als Organisationsmodus - Zur Bedeutung und Umsetzung von Projektarbeit in Organisationen" ein Stipendium des Landes Niedersachsen. Nach einer Tätigkeit als Personalreferent in der Wirtschaft wird er für seine Forschung an die Universität Oldenburg zurückkehren und Mitglied des interdisziplinären Promotionsprogramms "Kulturen der Partizipation".
 
Boni, Prämien und Rankings werden seit Jahren vor allem dank hochschulpolitischer Entscheidungen dem Wissenschaftsbetrieb aufgezwungen. Ein neuer Hochschulpakt in Hessen sieht so genannte "Erfolgsbudgets" für jene Hochschulen vor, deren Absolventenzahl besonders hoch ist (oder steigt). Auch u. a. für rege Drittmitteleinwerbung oder hohe Promotionsquoten von Frauen fließen fortan Boni des Landes. Mit diesem Prämien-Unwesen wird die Ökonomisierung der Hochschulpolitik mit aller Kraft vorangetrieben. Auffällig ist nur, dass die hessischen Hochschulpräsidenten - offenkundig dank nahender Geldsegen - daran keine Kritik üben, sondern bereitwillig zustimmen. Wer sich das hessische Boni-System (im Wortlaut seiner Erfinder) genauer ansehen möchte, klickt am besten auf die Info-Seiten der Landesregierung (Link). Meine Kritik am "Bonus-Punkte-Sammeln" in Hessen ist am 26.03.15 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) erschienen. 
 
Die passgenaue Besetzung von Stellen ist seit jeher ein schwieriges Unterfangen. In meinem Beitrag "Plädoyer für eine unaufgeregte Personalauswahl" (Link) beschäftige ich mich mit aktuellen Entwicklungen vor allem im Bereich der Verwaltung. Die kritischen Schlussfolgerungen hinsichtlich typischer Auswahlprobleme gelten aber in nahezu gleicher Weise auch für Unternehmen. Im Rahmen des Artikels greife ich interessante Überlegungen Niklas Luhmanns zur Personalauswahl auf, die dieser in seinem organisationstheoretischen Werk "Organisation und Entscheidung" (Link) präsentiert hat.
 
Hochschulräte sind seit ihrer Einführung nicht unumstritten. Ein Beitrag von Sebastian Kempkens im UniSPIEGEL beschäftigt sich mit den Verbindungen zwischen einzelnen Hochschulräten und Wirtschaftsbetrieben. Im Rahmen des Beitrags hatte ich ein Interview gegeben, aus dem kurze Statements in den Artikel eingeflossen sind (Link).