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Winter wie früher: Schnee als Stresstest

In Niedersachsen wurden im Küstengebiet Schneefräsen eingesetzt, um starke Verwehungen zu beseitigen. (Bild: Privat)

12. Jan. 2026

Echtes Winterwetter kann das gesellschaftliche Leben aus dem Takt bringen: Marcel Schütz im Interview mit der Northern Business School.

Die intensivsten Schneefälle seit Jahren haben Hamburg und große Teile Norddeutschlands richtigen Winter gebracht. Straßen waren gesperrt, der Verkehr stockte, einige Tage lag viel Schnee. Schlagzeilen und Sensationslust – ist Schneewetter inzwischen so besonders? Was macht die weiße Pracht mit einer hochmodernen Gesellschaft, die auf Tempo und reibungslose Abläufe geeicht ist? Ein ausführliches Gespräch mit dem Organisations- und Sozialforscher Prof. Dr. Marcel Schütz.


  • Befasst sich auch mit organisatorischen Aspekte extremer Wetterereignisse: Marcel Schütz.
  • Schneeverwehungen durch Sturm am Freitag schaffen fürs Auge reizvolle Formationen. (Bild: Privat)

NBS: Herr Professor Schütz, war dieser Wintereinbruch wirklich so außergewöhnlich?


Schütz: Schnee ist im Norden nicht verschwunden. Er fällt durchaus noch regelmäßig – nur bleibt er nicht mehr häufig lange liegen. Das unterscheidet unsere Winter heute deutlich von denen noch des letzten Jahrhunderts. Schnee, der über Wochen hinweg zum Alltag gehört, ist selten geworden, selbst im Bergland. Das hängt stark mit dem Klimawandel zusammen, der die Winter insgesamt viel milder macht. Gleichzeitig erleben wir aber weiterhin einzelne, sehr intensive Schneeereignisse. Der Schneesturm im Norden und in der Mitte Deutschlands im Februar 2021 oder der "Märzwinter" 2013 in Hamburg sind vielen noch in Erinnerung. Solche Ereignisse sind auch heute noch möglich. Der Winter ist nicht Geschichte – er ist nur unverlässlicher und viel schwächer geworden. (...)


Das ganze Interview ist auf der Webseite der NBS nachzulesen.

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