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Ostern ist nicht Weihnachten

Der Soziologe Marcel Schütz bei einem Spaziergang. (Bild: Hendrik Mödden)
25. März 2026
Warum hat Ostern keinen solchen sozialen Stellenwert wie Weihnachten? Marcel Schütz im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk (SR3).
Das Weihnachtsfest gehört der Familie. Das scheint gesetzt. Doch wie sieht es bei Ostern aus? Da scheint alles ein bisschen freier zu sein. Warum Ostern ganz anders funktioniert als Weihnachten, das erklärt der Soziologe Marcel Schütz im SR 3-Interview.
Streng genommen ist Ostern das höchste Kirchenfest im Jahr – sozusagen das "Urfest“ der Christenheit. Denn an Ostern wird die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gefeiert - und die ist der Kern des christlichen Glaubens.
Dennoch wird Weihnachten als Fest und vor allem als Familienfest viel strenger genommen. "Weihnachten ist einfach was persönliche, intime, familiäre Bindung angeht, das unschlagbare Fest", sagt auch Professor Marcel Schütz, Soziologe und Autor des Buches "Soziologie des Weihnachtsfests".
Ostern dagegen feiern wir viel freier. "Ostern ist diese kleine Pause, die man im Frühling hat", sagt Schütz. "Und da ist man eben entweder dabei oder nicht." Es habe aber definitiv nicht denselben gesellschaftlichen Stellenwert wie das Weihnachtsfest.