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Einschätzungen zur Entwicklung der AfD in Deutschland

Der aktuelle Bericht der NZZ zum Umgang mit der AfD – mit Statements von Marcel Schütz. (Bild: NZZ)

13. Sept. 2026

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag äußert sich Marcel Schütz zur aktuellen Situation mit der Alternative für Deutschland.

„Es ist zu viel Zeit ins Land gegangen, sagt der Organisationsforscher Marcel Schütz in der Sonntagsausgabe der Neuen Zürcher Zeitung. Er spricht von einem Lock-in-Effekt. Der AfD ist es gelungen, die gesellschaftliche Mitte zu durchdringen. Sie ist nun auf einem Höhepunkt ihrer Macht.“


Systemische Entwicklungen wie jene mit der AfD sind nichts, was sich absehbar wieder aus der Welt schaffen ließe. Über viele Jahre ist ein Pfad entstanden. Und ab einem gewissen Punkt ist es wahrscheinlich, dass sich das Ganze noch selbst verstärkt. An dem Punkt ist man jetzt. Die Vorleistungen und Verbesserungen müssen bedacht werden. Eine Partei ist auch Organisation und eine Bündelung von Personen und Fähigkeiten.


Hier hat die AfD vor allem in den letzten Jahren viel Struktur entwickelt, die ihr jetzt dient, als exekutiver Akteur aufzutreten. Diese Konstellation ist für die Union ernst; sie ist dilemmatisch und wird es wohl bleiben. Es nützt der Union nicht viel, wenn sie sich von der AfD fernhält. Bewegt sie sich aber auf sie zu, wird es sie auch stark gefährden. Was sie auch tut, es gibt keine Kontrolle über den Lauf der Dinge.

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